JHV kfd

Claudia Lidl weiter an der Spitze

Die Katholische Frauengemeinschaft von St. Michael Munster/Faßberg (kfd) wird auch die kommenden zwei Jahre Claudia Lidl leiten. Sie übernimmt auch die unerlässlichen schriftlichen Arbeiten. Um die Finanzen kümmert sich weiter Helga Thierjung. Alle Hände flogen hoch, als auf der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Pfarrheim von St. Michael die Wahlleiterin Dorothea Smula die versammelten Frauen fragte, ob sie denn damit einverstanden seien, dass dieses bewährte Gespann weiter den Wagen zieht. Immerhin waren 75 % der 46 Mitglieder umfassenden Gemeinschaft zusammen gekommen. Der Rückblick auf das Jahr 2016, den Lidl gab, konnte sich sehen lassen und auch die Finanzen sind in Ordnung, wie der Kassenbericht von Thierjung zeigte. Dass die Frauengemeinschaft, die vor 70 Jahren zusammen mit der Katholischen Männergemeinschaft (VKM) gegründet wurde, eine wichtige, beinahe unersetzliche Stütze der Kirchengemeinde ist, ist unbestritten. In christlichem Geist unterstützen sie sich untereinander in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, pflegen Kontakt zu Frauen auch anderer Konfessionen und Kulturen und sie sind immer zur Stelle, wenn die Gemeinde nach ihnen ruft. Das sind deutliche Zeichen der Vielfalt der kfd. Das weiß die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates ebenso zu schätzen, wie Pfarrer Jacek Kubacki, der verhindert war, an der Versammlung teilzunehmen. Bereits am 24. Februar geht es mit dem wieder abwechslungsreichen Programm der Frauengemeinschaft weiter. Zusammen mit der Männergemeinschaft laden sie zu einer Faschingsveranstaltung ins Pfarrheim von St. Michael ein. Das Jahresprogramm wurde grob vorgestellt und wird demnächst veröffentlicht. Das 70. Jubiläum wird wahrscheinlich zusammen mit der Männergemeinschaft und der ganzen Gemeinde begangen. Einzelheiten müssen noch abgestimmt werden. St. Michael hat in diesem Jahr die Federführung in Sachen Ökumene am Ort. Deshalb wird das ökumenische Frauenfrühstück im Oktober bei St. Michael stattfinden. Mit einem Imbiss hatte der Abend begonnen und mit einer Andacht endete die Jahreshauptversammlung

Munster, 11. Januar 2017                                               Dietrich Breuer

 

Die Teilnehmerinnen an der Jahreshauptversammlung der Frauengemeinschaft von St.  Michael. Wie es sich gehört auf schlichten „Thronen“ sitzend, (li.) Claudia Lidl und Helga  Thierjung. (D. Breuer)

 

  JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2017

 

Rotenburger besuchen Frauengemeinschaft St. Michael

Die Frauengemeinschaft (kfd) von St. Michael hatte in der vergangenen Woche Besuch ihrer Schwester-Gruppe der Corpus Christi Gemeinde in Rotenburg. Die kfd-Vorsitzende Claudia Lidl hieß die Damen von der Wümme an der Örtze willkommen und bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim von St. Michael ging es erst einmal ums gegenseitige Kennenlernen und beschnuppern. Dann war Dietrich Breuer mit einem Lichtbildervortrag an der Reihe. Hoffentlich interessieren die sich auch dafür, wie aus dem kleinen Heidebauerndorf die moderne Kleinstadt in der Lüneburger Heide und die bedeutendste Heeresgarnison in Deutschland geworden ist, war seine große Sorge. Und wie sie sich dafür interessierten! Das zeigten die Reaktionen im Anschluss an die heimatkundliche Unterrichtsstunde nicht nur der Rotenburgerinnen. Den Tag beendeten Gastgeber und Gäste mit der Feier einer Maiandacht in der in bunten Farben strahlenden St. Michael-Kirche. Hier wurde gemeinsam gesungen und gebetet, wie es Tradition in katholischen Gemeinden zur Maienzeit ist.

Munster, den 8. Mai 2017                                                                                 Dietrich Breuer

 

kfd Rotenburg zu Besuch

Eine Gruppe von Frauen der kfd der Corpus Christi Gemeinde in Rotenburg besuchte vergangene Woche ihre Schwester-Gruppe von St. Michael in Munster. (D. Breuer)

Kathrin Rösel bei der kfd

So einen Andrang zu einer ganz normalen Zusammenkunft hat die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) von St. Michael lange nicht mehr erlebt. Entweder lag es daran, dass sie sich ähnlich der Stadt Munster in einem Jubeljahr befindet. Die kfd wird 70. Oder es lag am großen Interesse vieler Frauen an der Referentin des Nachmittags. Die Vorsitzende Claudia Lidl hatte die den Wahlkreis Rotenburg I/Heidekreis betreuende Bundestagsabgeordnete Kathrin Rösel eingeladen. Nach einem Ständchen für ein Geburtstagskind stellt Lidl der in jeder Beziehung jungen Abgeordneten erst einmal die kfd vor. Ihren örtlichen Verein, dessen Mitglieder sich in vielen Bereichen und nicht nur bei St. Michael einbringen und die Ziele der Bundes-kfd, welche mit etwa einer halben Million Mitgliedern die größte Frauenorganisation in Deutschland darstellt. Wir stehen in Kirche, Politik und Gesellschaft unseren Mann, versicherte Lidl und erntete damit eine wohltuenden Lachsalve. Die 46-jährige Kathrin Rösel, die jetzt, nachdem sie auch Kandidatin für den von ihr betreuten Wahlkreis für die Bundestagswahl am 24. September ist, mit ihrem Wohnsitz nach Rotenburg gewechselt ist, wuchs mit drei Geschwistern in einer christlichen Familie in der DDR auf. Sie ist mit der Landwirtschaft vertraut und erlernte zunächst den Beruf des Maschinenbauers. Als die Mauer fiel und sie als junge Frau zum ersten Mal mit ihrem Vater in den Westen reiste, sagte dieser zu ihr, dass sie sich dafür einsetzen möge, dass so etwas, wie die totalitären Regime in Deutschland, nicht mehr vorkommen. Diese Bitte des Vaters war so etwas, wie der Startschuss ihres politischen Einsatzes. Sie studierte an der Freien Universität Berlin Erziehungs- und Sozialwissenschaften, was ihren weiteren beruflichen Werdegang bestimmte. Bevor sie in den Bundestag nachrückte, nachdem Reinhard Grindel, der jetzige DFB-Präsident sein Mandat niedergelegt hatte, war sie Erste Samtgemeinderätin der Samtgemeinde Wesendorf im Landkreis Gifhorn. Ihre Reise in die Geschichte von Frauen in der Politik, wie sie ihren Vortrag nannte, war äußerst informativ und gleichzeitig unterhaltsam. Erst seit 1919 haben Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht und von den 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rates, der 1949 unser Grundgesetz ausarbeitete und beschloss, waren nur vier Frauen. Eine der CDU, zwei der SPD und eine gehörte zum Zentrum. Der CDU-Frau Helene Weber z. B. haben wir die Formulierung des Artikel 3 des Grundgesetzes zu verdanken. Elisabeth Schwarzhaupt war die erste Ministerin unter Konrad Adenauer und Annemarie Renger die erste Bundestagspräsidentin. Heide Simonis war die erste Regierungschefin eines Bundeslandes. Heute sind es schon drei Frauen, die ein Ministerpräsidentenamt bekleiden. Dass an der Spitze der Bundesregierung seit geraumer Zeit eine Frau steht, die nicht nur das Land erfolgreich regiert, sondern auch in der ganzen Welt höchste Anerkennung genießt, wer hätte das vor einigen Jahrzehnten geahnt? Alle waren angetan,von dem, was ihnen Kathrin Rösel in ihrem Vortrag und bei den sich anschließenden Gesprächen bei Kaffee und Kuchen vermittelte und dankten ihr mit viel Beifall

Munster, den 13 Juni 2017

Dietrich Breuer       

 

kfd, Katrin Rösel 2017
kfd, Katrin Rösel, 2017

Der Gemeindesaal von St. Michael war auf einer Veranstaltung der kfd mit der  Bundestagsabgeordneten Kathrin Rösel bis auf den letzten Platz gefüllt. (D. Breuer)

 

Frauengemeinschaft feierte Geburtstag

Am Sonntag, den 23. August 1947 hatte der für die Katholiken in Munster vom Hildesheimer Bischof eingesetzte Pfarrer abgekündigt (ev.) oder vermeldet (kath.) , dass sich die Mütter am Montag um 20.00 Uhr im Kleinbahnhof zur Gründung eines Müttervereins treffen. So geschah es und die Frauengemeinschaft (kfd) von St. Michael beging ihren 70. Geburtstag vor einigen Tagen angemessen. Am Gedenktag des Heiligen Augustinus versammelten sich die Mitglieder der Gemeinschaft mit ihren Gästen und einigen Gemeindemitgliedern zu einem Dank- und Gedenkgottesdienst, den ihr Präses, Pfarrer Jacek Kubacki zelebrierte. Das Leben des Kirchenlehrers Augustinus lieferte dem Prediger mit dessen Mutter Monika (*332 + 387) ein großartiges Beispiel, was Frauen und eben Mütter für und in der Kirche zu leisten vermögen. Nach einem Gruppenfoto ging es in die OASE. Das Banner voran, dass nicht nur bei den Männern, die zwei Wochen vorher ihren 70. gefeiert hatten, immer dabei ist. Vorsitzende Claudia Lidl hieß auch hier noch einmal alle willkommen und gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte und das Wirken der Frauengemeinschaft. Die Grußworte von Bürgermeisterin Christina Fleckenstein, der stellvertretenden Vorsitzenden des Diözesanvorstandes Edeltraud Knöchelmann und der Vorsitzenden der kfd von St. Ludwig in Celle hätten nicht herzlicher sein können. Johannes Thierjung überbrachte die Glückwünsche der mehr als befreundeten Männergemeinschaft, die Vositzende des Pfarrgemeinderates Barbara Lagrèze-Noll dankte den Frauen für deren stetes Engagement für und in der Gemeinde, wie auch Pastor Sascha Josef Barth für die vertrauensvolle ökumenische Zusammenarbeit freundliche Worte fand. Ursula Bunk vom Kirchenkreis Soltau bestätigte das ausdrücklich durch zustimmendes Nicken. Nach dem Festessen gab die Frauenreferentin  der Diözese Irmgard Storrer einen eindrucksvollen Einblick über die Aufgaben und Zielen des größten Frauenverbandes in Deutschland in Geschichte und Gegenwart. Auf jeden Fall gib es noch viel zu tun, damit auch in der katholischen Kirche die Frauen den Platz zuerkannt bekommen, der ihnen zusteht. Noch einmal glänzten die Frauen aus Celle mit einem liebevollen Geburtstagsbeitrag. Nach der Ehrung langjähriger, verdienter Mitglieder und weiteren schöner und anregenden Tischgesprächen endete die Geburtstagsfeier.

Fotos:

Dietrich Breuer                                                                                                                                                                                                                                                           Munster, den 5. September 2017

 

70 Jahre kfd 1
70 Jahre kfd 3

Frauengemeinschaft besichtigt Großwäscherei

Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) von St. Michael hatte im April die Besichtigung der Wäscherei Wulff  in der Paul-Ehrlich-Straße in Munster in ihrem Programm. Sollen wir Frauen tatsächlich noch etwas über Wäschewaschen lernen?, fragte manche aus der 25köpfigen Besuchergruppe und sollte bald eines anderen belehrt werden. Geschäftsführer Ortwin Höller hieß die inzwischen weiß verkleideten Damen willkommen und dann wurden sie in vier Gruppen von Möller und den Mitarbeiterinnen Kosmalla, Schnell und Nemitz auf einem Rundgang durch den Betrieb über den Ablauf des Wäschewaschens in diesem modernen Unternehmen informiert. Unvorstellbare Mengen an Wäsche aus Kliniken, Hotels und von sonstigen Kunden werden tagtäglich gewaschen, gebügelt, gefaltet, sortiert und an- und abtransportiert. Das einmal erklärt und  vorgeführt zu bekommen, war eindrucksvoll. Die Vorsitzende Claudia Lidl bedankte sich bei den Wulff-Leuten namens der kfd herzlich mit Worten und einem kleinen Präsent und anschließend ging es zum Kaffeetrinken ins Restaurant Zur Wassermühle.

Foto: Ärzteschwemme? Nein! Es sind Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft von St.  Michael bei der Besichtigung der Wäscherei Wulff in der Besucherkleidung.

Munster, den 4. Mai 2018

Dietrich Breuer

 

kfd bei Wäscherei Wulff
kfd in Wäscherei Wulff