Diözesan-Männerwallfahrt ins Eichsfeld

Auch an diesem ersten Sonntag im September war Germershausen im Eichsfeld das Ziel der Männerwallfahrt der Diözese Hildesheim. Für viele hieß es früh aufstehen, so auch für die Heidjer, etwa die von St. Marien und St. Michael aus Soltau und Munster. Mitglieder der Gemeinschaft katholischer Soldaten waren auch dabei. In Rollshausen trafen sich Männergemeinschaften, Kolpingsöhne, Katholische Arbeiterbewegung und Soldaten aus allen Himmelsrichtungen mit ihren Bannern, um betend und singend die letzten Kilometer zu Fuß in den Wallfahrtsort zu pilgern.  Leider hat erneut das Wetter nicht so recht mitgespielt, so dass der Gottesdienst nicht im Freien stattfinden konnte. „Begegnung mit dem Anderen – Wenn der Glaube zur Herausforderung wird!“ lautete das Motto. Die Anderen, das sind vor allem die Flüchtlinge der Gegenwart und dass diese Begegnung mit dem anderen auch für diejenigen eine Herausforderung ersten Ranges zu sein scheint, die nicht glauben oder glauben können, bekamen die Teilnehmer spätestens nach ihrer Heimkehr in den Abendstunden mit, als sie die Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern hörten. Wenn bekannte Kirchenlieder, von einigen hundert Männern gesungen, erklingen, dann ist das immer etwas Besonderes. Wenn man aber die Ehre hatte, mit dem Banner im Altarraum zu stehen, konnte man von der Predigt, die Regens Dr. Martin Marahrens aus Hildesheim hielt, kaum ein Wort verstehen. Schade, bei dem aktuellen Thema! Die Blaskapelle Duderstadt, die den Gottesdienst in der Kirche begleitete, unterhielt die Wallfahrer beim Mittagessen im benachbarten Kloster mit weniger frommen Weisen. Die Munsteraner Männer hatten die Abschlussandacht zu gestalten. Lesungen, Schriftauslegung und Gebete standen erneut ganz unter dem Flüchtlingsthema. Wie aber auch die Gespräche der Männer untereinander vor Ort und auf der Heimfahrt im Bus erkennen ließen, ist das ein altes Thema. Nicht nur altes und Neues Testament berichten von Flucht und Wanderung, sondern unsere Geschichtsbücher z. B. erzählen ebenfalls von Völker- und Auswanderungen nicht nur innerhalb der Erdteile, sondern über die Meere hinweg auf andere Kontinente. Und es waren blauäugige und blonde Germanen dabei. Nicht wenige. Als die Wallfahrer nach gut 12 Stunden wieder zurückgekehr waren, wurden sie von zwei Ehefrauen mit einer Kaffeetafel empfangen. Das war eine freudige Überraschung. Auch für den jungen Offizieranwärter Gangan aus Benin in Afrika.

VKM-Germershausen
VKM-Germershausen1
Clotaire Gangan mit J. Thierjung
Clotaire Gangan wird nach seinem Vortrag umlagert
Clotaire Gangan

Faszinierender Vortrag über Benin

Leutnant Clotaire Gangan aus dem afrikanischen Staat Benin absolviert z.Z. eine Ausbildung

beim Panzerartillerielehrbataillon 325 in Munster. Der 1984 geborene verheirate Afrikaner hat zwei Kinder, ist römisch-katholisch, wie 28 % des knapp 11 Mill. Einwohner zählenden Landes mit einer Fläche von 112.622 Quadratkilometern zwischen den Nachbarn Burkina Faso, Niger, Nigeria und Togo. Gangan fühlt sich der Katholischen Männergemeinschaft sehr verbunden und war nun von ihnen gebeten worden, allen Interessierten sein Heimatland vorzustellen. Das tat er am Montagabend im Gemeindesaal. Um es gleich festzustellen: Er tat es gründlich und anschaulich, dass die zahlreichen Besucher geradezu fasziniert von diesem informativen Vortrag waren. Schon bei der persönlichen Vorstellung bekam man einen Eindruck von den Familienverhältnissen in diesem Land. Die Schilderung der Geschichte hatte es in sich. Das war harte Kost für uns Bewohner des sogenannten Christlichen Abendlandes und Amerikas, als er die Epoche der Sklaverei schilderte. Du bekommst einen Spiegel oder ein Fahrrad oder ein paar Schuhe und wir bekommen diesen starken jungen Mann als Sklaven, den wir in Amerika mit Gewinn verkaufen können. Bald begannen die Kolonialkämpfe. Den französischen Truppen begegneten die Afrikaner mit primitiv bewaffneten Amazonen. Als Benin gerade eine Republik geworden war, musste es eine Periode „Volksrepublik“ ertragen, die mit dem Fall der Mauer in Berlin zu Ende ging. Für uns unvorstellbar, dass in Benin über 200 Parteien sich um Sitze im Parlament bewerben, das 86 Abgeordnete zählt. Der Offizier vermittelte ein anschauliches Bild seines Heimatlandes, sprach alle Aspekte an und vertiefte vieles mit eindrucksvollen Fotos von Land und Leuten. Er erläuterte die klimatischen Verhältnisse und die Wirtschaft, vermittelte die Schönheit der dennoch äußerst unterschiedlichen Landschaften und schilderte Strukturen und Besonderheiten der Armee, der er schließlich angehört. Die Religionen – 25 % sind Muslime und es gibt auch eine starke Gruppe, die Naturreligionen angehört – gehen relativ vernünftig miteinander um. Zu evangelischen Kirchen bekennen sich 15 % der Bevölkerung. Die Zuhörer waren beeindruckt, was sie über dieses von den meisten kaum gekannte Land erfuhren. Das spürte man auch an den vielen Fragen, die bei den Zuhörern auftauchten. Eine wahrlich gelungene Veranstaltung. Vorsitzender Johannes Thierjung dankte ihm herzlich.

 

Rainer Grygiel stellt Arbeit des Volksbundes vor

Auf einer Veranstaltung der Katholischen Männergemeinschaft St. Michael stellte der Beauftragte Bundeswehr des Landesverbandes Niedersachsen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Rainer Grygiel den Volksbund vor. Das Interesse war groß und die Informationen, die Grygiel gab, waren umfangreich und bewegend. 1919, nach den Schrecken des 1. Weltkrieges wurde der Volksbund aus der Taufe gehoben, nachdem im Vertrag von Versailles entsprechende Vorgaben gemacht worden waren. Anstelle der neuen Reichsregierung der Weimarer Republik übernahm er die Aufgabe, würdige Friedhöfe für die Gefallenen herzurichten und zu pflegen. Die erste Regierung der Bundesrepublik Deutschland unter Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer übertrug 1954 diese Aufgabe an den Volksbund. Inzwischen unterhält der VDK 832 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern, auf denen insgesamt 2,7 Millionen Gefallene ruhen. Nach dem Verschwinden des Eisernen Vorhanges wurde die Arbeit auf die Anlage von Soldatenfriedhöfen in Osteuropa konzentriert. Jedes Jahr werden rund 30.000 Gräber gefunden und die Gebeine der Toten auf zentralen Einrichtungen bestattet. Die Zahl der unmittelbaren Angehörigen der Gefallenen wird immer weniger. Deshalb sind die Friedhöfe heute weniger Stätten des Gedenkens. Es sind inzwischen Stätten der Mahnung, nämlich alles zu tun, damit sich derartige Katastrophen nicht wiederholen. In Europa scheint es erfolgreich zu sein, in anderen Ländern nicht. Der Volksbund erhält auch Mittel aus dem Haushalt des Bundes. Er finanziert seine Kosten aber überwiegend über Spenden und Zuwendungen. Zur Zeit gibt es auch noch eine Anzahl von Menschen, die den Volksbund mit Nachlässen bedenken. Die Jugendarbeit wird groß geschrieben. Versöhnung über den Gräbern, Arbeit für den Frieden lautet hier das Motto. 1990 ist aus einem solchen Jugendlager die Städtepartnerschaft zwischen Munster und Mitschurinsk hervorgegangen. Soldaten der Bundeswehr haben auch in diesem Jahr wieder die Haus- und Straßensammlung zu Gunsten des Volksbundes vorgenommen und namhafte  Beträge z. B. auch in Munster und Soltau zusammengetragen. Vorsitzender Johannes Thierjung dankte Grygiel für dessen Vortrag und seinen Einsatz für den Volksbund. Am 19. Dez. um 19.30 Uhr begeht die Männergemeinschaft ihren adventlichen Abend. Dazu sind nicht nur die Mitglieder herzlich eingeladen.

Foto: Der Beauftragte Bundeswehr des Landesverbandes Niedersachsen des Volksbundes  Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Rainer Grygiel, stellte auf einer Veranstaltung der  Katholischen Männergemeinschaft St. Michael Munster/Faßberg den Volksbund vor. (D.  Breuer)

Munster, den 23. November 2016

Dietrich Breuer 

 

 

Zwei Neue können viel sein

Wenn ein Verein von der Mitgliederzahl her nicht gerade all zu großen Umfang hat, dann kann beim Zugang von zwei neuen Mitgliedern durchaus große Freude aufkommen. So war es bei der Jahreshauptversammlung der Katholischen Männergemeinschaft von St. Michael am vergangenen Montag. Wie gewohnt begannen die Männer mit der Messfeier, in der sie ihrer verstorbenen Mitglieder gedachten. Im vergangenen Jahr sind Adalbert Fritz verstorben und erst vor wenigen Tagen verstarb der frühere Militärpfarrer Rudolf Skutnik, der von 1968 – 1970 in Munster und Faßberg als Seelsorger wirkte und an den sich nicht nur Soldaten und deren Familien gern erinnern. Der Oberschlesier wurde 82 Jahre alt. Vorsitzender Johannes Thierjung hieß anschließend im Pfarrheim neben Präses Pfarrer Jacek Kubacki und Militärpfarrer Thomas Funke insbesondere auch die beiden neuen Mitglieder willkommen, überbrachte die Grüße des Diözesan- und des Bezirksvorstandes und eröffnete die Jahrestagung. Im Rückblick wurde noch einmal deutlich, wie bunt die Angebote der kleinen Gemeinschaft von Männern sind. Wir sind eine christliche Gemeinschaft, meinte Thierjung. Deshalb haben die entsprechenden Themen und Aktivitäten ihren festen Platz. Wir wissen aber auch, dass wir unseren Mann in der Welt von heute, in der Gesellschaft der Gegenwart zu stehen haben und deshalb dürfen die passenden Informations- und Bildungsveranstaltungen nicht fehlen. Auch Freude und Geselligkeit haben bei uns ihren Platz. Das werden wir beim Faschingsabend zusammen mit der Frauengemeinschaft, der ganzen Gemeinde und Gästen am 24. Februar wieder unter Beweis stellen. Manfred Hartwich legte einen bescheidenen aber positiven Rechenschaftsbericht vor, an dem die beiden prüfenden Ottos nichts auszusetzen hatten mit der Folge, dass der komplette Vorstand einstimmig entlastet wurde. Nach der Ehrung von Günter Brodowski, der nicht nur 40 Jahre Mitglied der VKM ist, sondern sich auf vielfältige Weise in der Kirchengemeinde einschließlich ihrer Kindertagesstätte im Klappgarten engagiert, wurden die geplanten Veranstaltung bekannt gegeben. Dabei wird insbesondere das 70-jährige Bestehen von Frauen- und Männergemeinschaft, die Erinnerung an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren und die 50. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Munster berücksichtigt werden. Der erste Arbeitseinsatz ist der Abbau von Krippe und Weihnachtsscmuck in der Kirche am 1. Febr. um 17 Uhr. Mit Spannung wird übrigens der Versöhnungsgottesdienst am 11. März in der Michaeliskirche in Hildesheim erwartet, zu welchem die Katholische Bischofskonferenz und der Rat der evangelischen Kirchen Deutschlands eingeladen haben.

Munster, den 19. Januar 2017                                                                                                       Dietrich Breuer

Jahreshauptvers.2017

Günter Brodowski (2. v. li.) wird für 40 Jahre Mitglied in der Katholischen  Männergemeinschaft St. Michael geehrt.         (D. Breuer)

Gottesdienst im Dom war Höhepunkt

Der Gottesdienst im Hildesheimer Dom war zweifellos der Höhepunkt der diesjährigen Diözesanversammlung der Verbandes Katholischer Männergemeinschaften (VKM) in der Diözese Hildesheim. Abordnungen kamen aus allen Richtungen angereist. Allein das Frühstück in Marienrode war schon etwas Besonders. Viele kannten die Anlage nicht, die an diesem sonnigen Morgen eine besondere Atmosphäre ausstrahlte. Manche Gruppe hätte hier gern etwas mehr Zeit verbracht. Wird nachgeholt, war von vielen zu hören. Dann trafen sie alle auf dem Domplatz ein. Welch ein Bild dieses prächtigen Gotteshauses von außen. Über die Gestaltung im Inneren gibt es tatsächlich äußerst unterschiedliche Meinungen. Die positiven überwiegen. Die Banner voran, zog Weihbischof Hans-Georg Koitz mit seinen Mitzelebranten unter den prächtigen Klängen der Orgel in das Gotteshaus ein, um mit den Männern, im Altersdurchschnitt zu ihm passend, die Heilige Messe zu feiern. In seiner Predigt erinnerte er nicht nur an Katharina von Siena, eine mutige Frau des 14. Jahrhunderts, sondern der mit des Restaurierung des Domes geradezu verheiratete Koitz nutzte auch Erfahrungen aus dieses Bauzeit, um den Männern einiges mit auf den Weg zu geben. Die Archäologen hätten ihn darauf aufmerksam gemacht, welche Bedeutung ein Fundament hat, wenn etwas halten und überdauern soll. Das Fundament unseres Glaubens ist Christus, meinte der Prediger und wenn wir ihn suchen und uns an ihn halten, dann sind wir auf der sicheren Seite. Die Erfahrung mit zwei Steinmetzen habe ihn gelehrt, dass es, wie von Christus gefordert und auch von Papst Franziskus immer wieder betont, auf die Beziehung und den Umgang mit den Menschen ankommt. Und schließlich hätten ihm die Archtekten etwas gegeben. Sie machen die Pläne. Selbst wenn es ein  Masterplan war, den diese erarbeitet und vorgelegt hatten, musst dieser immer wieder überarbeitet und an neue Erkenntnisse angepasst werden. So ist es auch mit der Kirche. Sie muss  immer wieder die Wirklichkeit zur Kenntnis nehmen, ohne das Fundament außer Acht zu lassen. Beim Auszug der Banner konnten die gern und kräftig singenden Männer noch einmal die herrliche Orgelmusik genießen.

Im OS Marktrestaurant, dem Knochenhaueramtshaus, ging es weiter. Der eine oder andere hatte auf dem Weg dahin schon einmal einen Blick auf St. Michael und die Andreaskirche geworfen, wo am 11. März das historische Ereignis des Buß- und Versöhnungsgottesdienstes stattfand. Verbandsvorsitzender Johannes Laveuve hieß alle willkommen und der Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und die stellvertretende Landrätin richteten warme Grußworte an die Männer beinahe aus ganz Niedersachsen.  „Erfahrungen und Bilanz aus dem Jahr der Barmherzigkeit“ war Pater Petrus Nowack OSB aus der Benediktinerabtei Maria-Laach aufgegeben, worüber er vor den Männern referieren sollte. Das von Franziskus ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit sei die konsequente Folge einer richtigen Auslegung des Evangeliums und zuletzt vom 2. Vatikanischen Konzil noch einmal angestoßen. Nicht umsonst wurde das Jahr der Barmherzigkeit 50 Jahre nach dem Ende der Bischofsversammlung begonnen, denn in seinen Beschlüssen ist aufgezeigt, dass die christliche Botschaft jeden dazu drängt, ja geradezu zwingt, sein ganzes Verhalten anderen gegenüber dem Gebot der Nächstenliebe unterzuordnen. Dass das nicht immer leicht ist und dabei das Scheitern und Versagen zur Tagesordnung gehört, das wird sich nicht verhindern lassen. Aber ohne Barmherzigkeit gibt es keine Gerechtigkeit und keinen Frieden. Auch nicht in dieser Welt. Man konnte nur große Zustimmung bei allen Männern vernehmen, die diesen eindrucksvollen Vortrag gehört hatten. Nach einer kurzen Aussprache und dem Mittagessen galt es die Regularien abzuarbeiten. Der Bericht des Vorstandes lag schriftlich vor. Das ging alles zügig von statten und der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Zur nächsten Diözesanversammlung am 14. April 2018 hat die Männergemeinschaft von Hannover-Laatzen eingeladen. Die Diözesanwallfahrt nach Germershausen der Männergemeinschaften findet am 3. September statt.

Munster, den 30. April 2017                                                                                                                                                                                      Dietrich Breuer

 

 

Diözesan-Männertag
Diözesan-Männertag, 1

Der Einzug der Banner in den Dom. (D. Breuer)

Weihbischof Hans-Georg Koitz bei deiner Predigt im Hildesheimer Dom im Gottesdienst der Männer des VKM Hildesheim. (D. Breuer)

 

Vor 70 Jahren im Kleinbahnhof gegründet

Laut Vermeldebuch, das im Pfarrbüro in der Lüneburgerstraße 4, dem Wohnhaus von Müller Otto Hase geführt wurde, trafen sich am Montag, den 11. August 1947 in der Bahnhofsgaststätte des Kleinbahnhofes katholische Männer und gründeten die Katholische Männergemeinschaft. Des 70. Gründungstages gedachte die Gemeinschaft jetzt mit einem festlichen Gottesdienst. Pfarrer Jacek Kubacki, der gleichzeitig Präses der Gemeinschaft ist, zelebrierte die Heilige Messe am Gedenktag des Heiligen Maximilian Kolbe, der am 14. August 1941 im Konzentrationslager Auschwitz anstelle eines Familienvaters ermordet wurde. Militärpfarrer Thomas Funke stellte seiner Predigt den Gedanken voran, dass, wer eine Hoffnung haben will, Erinnerungen wecken müsse. Die Ehrengäste, unter ihnen Munsters Bürgermeisterin Christina Fleckenstein und die Verbandsvertreter der Diözese und des Bezirks Heide, die meisten der 36 Mitglieder des Jubelvereins und einige Gemeindemitglieder lauschten den Worten des Geistlichen sehr aufmerksam. Er ging auch darauf ein, dass manche Leute heute durchaus schmunzeln, wenn sich Geschlechter spezifische Gruppen finden, wie es ja auch bei der Frauengemeinschaft der Fall ist, die bereits in zwei Wochen ihren 70. Geburtstag feiert. Vorsitzender Johannes Thierjung hieß im festlich dekorierten Gemeindesaal alle willkommen und begrüßte neben der Bürgermeisterin den Diözesanvorsitzenden Johannes Laveuve,  den Verbandsgeschäftsführer Martin Zimmer, Bezirksvorsitzenden Bernhard Wagner, Pastor Sascha Barth für die ev. Gemeinden, stv. Kirchenvorstandsvorsitzenden Otto Hechinger, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Barbara Lagrèze-Noll und die Vorsitzende der Frauengemeinschaft, Claudia Lidl. Nach einem angemessenen Festessen gab es von allen genannten freundliche Grußworte, in welchen Respekt für das Wirken der Männer in Kirche und Gesellschaft, Dank für die vielfältige Arbeit und gute Wünsche für die nächsten Jahrzehnte zum Ausdruck gebracht wurden. Das Geburtstagskind erhielt auch kleine, meist geheimnisvolle Geschenke und Thierjung seinerseits bedankte sich mit Buchpräsenten bei seinen Vorstandskollegen für deren Unterstützung, die nicht nur er, sondern teilweise auch schon seine Vorgänger erfahren haben. Fleckenstein freute sich übrigens besonders, dass dieses Jubiläum eine Perle in der Kette der Geburtstagsveranstaltungen der Stadt sein soll. Im letzten Teil des Abends versuchte Dietrich Breuer in einem mit Lichtbildern angereicherten Vortrag die Geschichte der Männergemeinschaft ein wenig lebendig werden zu lassen und eben Erinnerungen wach zu rufen. Die Geschichte der Gemeinschaft hat bei der Missionierung der Sachsen begonnen, meinte er. Dazu gehört in Munster auch die alte Dorfkirche im Örtzetal, wie die Zeit, als hier Jahrhunderte hindurch es nur Christen gab, die nicht mehr katholisch waren, sondern sich zur lutherischen Variante des Christentums bekannten. Gesellschaftliche und andere Veränderungen aber vor allem die Folgen des 2. Weltkrieges führten viele Katholiken nach Munster und die zum Kirchspiel gehörenden Ortschaften. Der Rückblick auf die 70 Jahre des Bestehens der Männergemeinschaft, immer in der Zusammenschau mit der Frauengemeinschaft und der 1960 gegründeten eigenständigen Kirchengemeinde St. Michael, im ökumenischen Zusammenwirken mit den evangelischen Gemeinden und im vertrauensvollen Miteinander mit der Kommune war durchaus interessant. Manchen zu lang und für den Referenten zu kurz. Er musste viel weglassen. Am Freitag, 20. Oktober um 16.00 Uhr versammeln sich die Christen Munsters zu einem weiteren Ökumenischen Gottesdienst in St. Michael, wo am Stadtgeburtstag im Jahr 1974 der erste Gottesdienst aller Christen, damals auch der anglikanischen, stattfand.

Foto: Gruppenbild mit Ehrengästen der den 70. Gründungstag feiernden Katholischen  Männergemeinschaft von St. Michael. (D. Breuer)

Dietrich Breuer                                                                                                                                                                                                                               Munster, am Fest Maria Himmelfahrt 2017

 

70 Jahre VKM 1

 

Katholische Männergemeinschaft St. Michael, Munster, besichtigt Logistik- Zentrum

Die Männergemeinschaft St. Michael Munster besichtigte Anfang November das Logistik- und Verpackungszentrum für die AUDI AG der Firma Schnellecke im Gewerbegebiet Soltau/Harber.Der im Juli 2017 neu eröffnete Betrieb wurde durch Herrn Martin Schulz, Leiter der Personalabteilung, vorgestellt.                                                                                                              Er ging in seiner Einführung auf das 1939 gegründete Familienunternehmen Schnellecke mit Stammsitz in Wolfsburg ein und erläuterte die Philosophie des in dritter Generation geführten Unternehmens.Herr Schulz vermittelte der Gemeinschaft einen Einblick in die Aufgaben des international agierenden Unternehmens, das zu den derzeit führenden Logistik- Dienstleistern gehörtCa. 380 Mitarbeiter sorgen z.Zt. im Soltauer Betrieb für den reibungslosen Ablauf in dem Zentrum. Die angelieferten, weltweit zu versendenden Autoteile des genannten Autoherstellers, werden sicher verpackt und u.a. auf dem Seeweg nach China und Indien versandt.Die Vorführungen der virtuellen Ausbildungsmaßnahmen neuer Mitarbeiter mittels computergesteuerter Simulation, die in einem Selbstversuch praxisnahe ausprobiert werden konnte, hinterließen, von der Effizienz derartiger Schulungen überzeugt, einen bleibenden Eindruck.Ein sich anschließender Rundgang durch die       45.000 m², in mehrere Abschnitte eingeteilte und mit Hochregalen bestückte Halle und den z.T. vollautomatischen Arbeitsabläufen, beeindruckte alle Beteiligten.

Johannes Thierjung

 

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Seit 50 Jahren in der Männergemeinschaft

Manfred Hartwich und Otto Hechinger traten 1968 in die Katholische Männergemeinschaft (VKM) von St. Michael Munster/Faßberg ein. Der Diözesanvorsitzende Johannes Laveuve reiste mit dem Geschäftsführer Martin Zimmer zur Jahreshauptversammlung nach Munster, um den Jubilaren die Ehrenurkunden auszuhändigen. Was war nicht alles los zu jener Zeit, als die beiden der Gemeinschaft beitraten? Laveuve erinnert daran, dass es bei Demonstrationen auf deutschen Straßen Todesopfer gibt, auf Rudi Dutschke geschossen wird, Martin Luther King und Robert Kennedy fallen Attentaten zum Opfer und Streitkräfte der Warschauer Paktstaaten schlagen den Prager Frühling nieder. In der Messfeier, die Präses Pfarrer Jacek Kubacki zu Beginn zelebrierte, gedachten die Männer der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Jürgen Baeger und Otto Kandziorra. Anschließend hieß Vorsitzender Johannes Thierjung die Mitglieder und Gäste im Pfarrheim willkommen und wickelte die Tagesordnung zügig ab. In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte er an die Höhepunkte des vergangenen Jahres. Der 70. Gründungstag steht da ganz oben und zum Gelingen aller Veranstaltungen haben viele beigetragen. Allen dankte Thierjung herzlich. Wir konnten trotz der beiden Todesfälle unsere Mitgliederzahl von 37 halten, weil wir entsprechende Neuzugänge verzeichnen konnten. Wir müssen bestrebt sein, unsere Gemeinschaft möglichst stark und lebendig zu erhalten, meinte Thierjung. Wir werden gebraucht. Überall. Manfred Hartwich führt seit 23 Jahren die Finanzgeschäfte und legte auch dieses Jahr wieder einen positiven Bericht vor. Die Kassenprüfer fanden kein Haar in der Suppe und so entlastete die Versammlung den Vorstand ohne Gegenstimme. Für den verstorbenen Otto Kandziorra wurde Wolfgang Hechinger seinem Bruder Otto als Kassenprüfer einstimmig zugeordnet. Zum Schluss stellte der Vorsitzende den Programmentwurf für das Jahr 2018 vor. Es enthält wieder eine bunte Palette an Veranstaltungen und wird künftig für jedes Quartal veröffentlicht. Die nächste Veranstaltung ist ein Faschingsvergnügen am Rosenmontag, welches die Frauengemeinschaft ausrichtet und zu dem natürlich die Männer herzlich eingeladen sind.

Munster, den 16. Januar 2018                                                                                                     Dietrich Breue

 

VKMJahreshauptvers.2018

(v. li.) Diözesangeschäftsführer Martin Zimmer, Präses Pfarrer Jacek Kubacki, Otto  Hechinger und Manfred Hartwich, Diözesanvorsitzender Johannes Laveuve und  Vorsitzender Johannes Thierjung. (D. Breuer)

Hannover, NDR,

Moderator Carsten Thiele über die Schulter geschaut

Bei einem Besuch des NDR, Landesfunkhaus Niedersachsen hat die Katholische Männergemeinschaft St. Michael Munster-Faßberg während eines Rundganges durch die Anlagen auch dem gerade auf Sendung befindlichen Carsten Thiele über die Schulter sehen dürfen. Die A 7 war nach einem schweren Unfall noch gesperrt, deshalb ging es über die alte Herzogstadt Celle in die späterer Residenz der Welfen, nach Hannover. Der Maschsee war zugefroren, aber die Cafeteria im Kaestner-Museum geöffnet. Gott sei Dank! Ins Funkhaus wurden die Heidjer erst zur vereinbarten Uhrzeit eingelassen. Mit Andreas Grabbe hatten die Männer – und zwei Frauen – einen kompetenten Führer durch die Medienanstalt. Ein wenig Historie des Senders, etwas über den einen oder anderen bekannten Namen und dann vor allem „life“ dabei sein. Carsten Thiele wirkt nicht nur im Radio sympathisch. Das bewies er auch im Gespräch. Eine ganze Zeit durfte im Studio, aus welchem Radio Niedersachsen sendet, dem Moderator mit verschlossenem Mund zugesehen und wenn die Musik lief, sich mit ihm unterhalten werden. Anschließend erlebten die Besucher die Regionalnachrichten für Braunschweig. Auch hier aufschlussreiche Gespräche mit dem jungen Moderator. Besonders interessant war es im Fernsehstudio, aus welchem Abend für Abend Hallo Niedersachsen zu sehen ist. Nicht zu glauben, was da an Technik bereit steht. Dutzende von Scheinwerfern und fünf Kameras und Kabel, Kabel, Kabel. Grabbe wunderte sich immer wieder, was die katholischen Männer aus Munster und Faßberg nicht alles wissen wollten. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch im Großen Sendesaal. Der hier gerade übende Cellist bringt doch tatsächlich den Gästen aus der Soldatenstadt ein Ständchen. Fast alle hatten die Melodie im Ohr, aber den Titel wusste niemand. Die Reise an die Leine war ein großartiges Erlebnis für alle.

  • Munster, den 1. März 2018
  • Dietrich Breuer

Foto:  Die Männergemeinschaft von St. Michael Munster-Faßberg besucht den NDR, Funkhaus Niedersachsen am Maschsee in Hannover. Andreas Grabbe ist ein hervorragender Führer durch das Labyrinth des Senders. (D. Breuer) 

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  Männer aus dem Bezirk Heide halten Einkehr

    Alle Jahre wieder laden die Katholischen Männergemeinschaften (VKM) im Bezirk Heide in der Fastenzeit zu einem Einkehrtag ein. Vorsitzender Bernhard Wagner aus Rotenburg hieß eine überschaubare Anzahl von Männern in St. Michael in Munster willkommen. Die örtliche Gemeinschaft hat ihre Gastgeberrolle vorbildlich wahrgenommen. Alle fühlten sich gut aufgehoben. Der Präses der Gemeinschaft von St. Michael, Pfarrer Jacek Kubacki hatte es übernommen, mit den Männern über die Vertiefung des Glaubens zu sprechen. Der christliche Glaube mit der festen Vorstellung der Existenz eines Schöpfers aller Dinge, der sich noch dazu als persönlicher Gott jedem einzelnen Menschen zuwendet, ihn durch den Kreuzestod seines Sohnes erlöst und frei macht und ewiges Leben zusagt, hat es in der heutigen Zeit nicht leicht. Davor kann niemand die Augen verschließen. Nach einem Stehkaffee, während dessen sich alle Teilnehmer versammelten, begrüßten und kennen lernten, lud Pfarrer Kubacki zu einer eucharistische Andacht. Diese Gebetsform stellt bereits nicht zu unterschätzende Anforderungen an den Glauben, denn schließlich bedeutet das Zeigen einer in einer Messfeier konsekrierten Hostie in der Monstranz nach der Lehre der Kirche nichts anderes, als die Anwesenheit Christi im Brot. Über die Predigt, die der Geistliche hielt und seine anschließenden Impulse, die er im Pfarrheim den Männern gab, ging es darum, dass wir uns über unseren Glauben an der Heiligen Schrift orientieren. Ich muss mir klar werden, so der Referent, was ich zu glauben habe und glauben darf, aber ebenso wichtig ist es, danach zu fragen, wem ich glaube. Falsche Propheten gab es schon immer. Sie sind bereits in der Bibel bezeugt und heute betätigen sich solche in Scharen und auf gefährliche Weise. Kubacki orientierte sich vor seinen Darlegungen jeweils an Beispielen aus dem Neuen Testament, wo Wunder geschildert werden, weil Menschen geglaubt haben. Dein Glaube hat dir geholfen, kommt fast jedes Mal aus Jesu Mund, wenn jemand wieder sehen oder gehen und einfach klar denken kann. Einer aus der Runde sagte, dass er automatisch an die blinde Schiläuferin bei den Olympischen Spielen für Behinderte denken musste, die mit grenzenlosem Vertrauen ihrem Vormann hinter her läuft und nach dem Erreichen des Zieles ein Strahlen in ihrem Gesicht hat, wie es kein Sehender zu zeigen vermag. Nach dem Mittagessen wird auch noch über viele aufgetauchte Fragen gesprochen und nach vertiefenden Antworten gesucht, ehe der Einkehrtag mit einer Messfeier zu Ende geht. Vorsitzender Johannes Thierjung dankte allen Teilnehmern und natürlich Pfarrer Jacek Kubacki für dessen wertvollen Beiträge und machte auf die Diözesanversammlung am 14. April in Laatzen aufmerksam, bei der es u. a. um Wasserknappheit und ihre Auswirkungen in Afrika geht.

 Foto: Die überschaubare Teilnehmerzahl des Einkehrtages des Bezirkes Heide bei St. Michael in  Munster. (D. Breuer)

 Munster, den 20. März 2018                                                                                                                                                          Dietrich Breuer

 

 

St. Michael, VKM, Einkehrtag,

Die überschaubare Teilnehmerzahl des Einkehrtages des Bezirkes Heide bei St. Michael in  Munster. (D. Breuer)

 

Archiv

 

Munsteraner neuer Diözesan-Vorsitzender

Die Diözesanversammlung des Verbandes Katholischer Männergemeinschaften (VKM) der Diözese Hildesheim wählte am vergangenen Samstag in Pattensen den Munsteraner Johannes Thierjung zu ihrem Vorsitzenden. Gastgebende Gemeinschaft war der VKM von St. Oliver in Laatzen. Viele Männer mussten früh aus den Federn. Sie reisten aus allen Ecken der Diözese an. Im Gemeindehaus wurden sie mit einem Frühstück empfangen und um 09.00 Uhr begann der festliche Gottesdienst in St. Oliver. Die Tagung stand unter dem Motto „Wasserknappheit und die damit verbundenen Auswirkungen in Afrika“. Dem Thema widmete sich auch der Diözesanpräses des VKM, Pater Otto Schabowitz, SJ in seiner Predigt und meinte, dass Christen auch hierbei Trendsetter der Menschlichkeit seien. Unsere Hilfswerke bemühen sich hier durchaus erfolgreich, wenngleich es immer wieder Rückschläge gibt. Gerade wir hier in den Industrieländern dürfen nicht nachlassen, den Menschen in den am schwersten vom Klimawandel betroffenen Ländern mit Rat und Tat zu helfen, forderte der Jesuit. Zur Fortsetzung der Veranstaltung mit einem äußerst anspruchsvollen Vortrag zum Jahresthema, reisten die Männer nach Pattensen in den Ratskeller weiter. Professor Dr. Alexander Lohner lehrt angewandte Ethik an der Universität Kassel und befasst sich vor allem als Theologischer Grundsatzreferent beim Hilfswerk MISEREOR mit der Problematik in Afrika. Die Dinge entwickeln sich dramatisch, meinte der Redner und zwingen zu Verhaltensänderungen in den Industrieländern, an denen kein Weg vorbei führe. Die Flüchtlingsströme, die aufgrund von Wassermangel und seinen Folgen auf die Menschheit zu kommen, werden alles bisher Bekannte in den Schatten stellen. Viele hatten weitere Fragen an Lohner und nicht alle waren mit seinen Ausführungen einverstanden. Am Nachmittag wurden die Regularien der Gemeinschaft abgearbeitet. Der Diözesanvorsitzende Johannes Laveuve gab seinen Jahresbericht und erklärte, dass er für eine weitere Amtszeit nicht mehr kandidieren werde. Die Versammlung folgte dem Vorschlag des Vorstandes und wählte den Munsteraner Heilpraktiker Johannes Thierjung einstimmig zum neuen Diözesanvorsitzenden. Leider ist in den letzten Jahren die Mitgliederzahl in den Männergemeinschaften zurück gegangen und in manchen Pfarrgemeinden haben sie sich ganz aufgelöst. Dabei gibt es nach wie vor kirchlich und vor allem gesellschaftlich viel zu tun. Nicht weniger als in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, als die meisten Gruppierungen gegründet wurden. Der neue Vorsitzende lud den Verband zur nächsten Diözesanversammlung am 4. Mai 2019 nach Munster ein

Munster, den 18. April 2018

Dietrich Breuer     

 

VKM, Diözesan-Männertag,Pattensen 2018

 

Foto:  Der Vorstand des VKM der Diözese Hildesheim nach den Wahlen in Pattensen v. li.:  Bernhard  Wagner, Kassenwart; Hans-Dieter Kahmann, Beisitzer; Frank Unger, stv.  Vorsitzender und Schriftführer; Diözesanpräses Pater O. Schabowitz, SJ; Vorsitzender  Johannes Thierjung; Diözesangeschäftsführer Martin Zimmer; Martin Stanitz, Beisitzer. (D.  Breuer)